Nierenkrebs
Ratgeber für Betroffene und Angehörige
Was ist Nierenkrebs?
Nach Angaben des Robert Koch Instituts erkranken in Deutschland pro Jahr ca. 6.500 Frauen und 10.750 Männer an Nierenkrebs. Mit diesen Zahlen wird deutlich, dass Nierenkrebs im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen eine eher seltenere Krebserkrankung ist. Die Zahlen zeigen auch, dass Männer häufiger an Nierenkrebs erkranken als Frauen. Bei männlichen genauso wie bei weiblichen Nierenkrebsbetroffenen liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter über dem 65. Lebensjahr (bei Frauen bei ungefähr 71 Jahren und bei Männern bei ungefähr 67 Jahren).
Nierenkrebs, der häufig erst durch Zufall und dann bereits in einem fortgeschritteneren Stadium festgestellt wird, liegt vor, wenn sich eine bösartige Gewebeveränderung, ein Tumor im Nierengewebe befindet. Dieser Tumor ist in vielen Fällen ein sog. Nierenzellkarzinom. Dieses befindet sich in der Zellschicht, die die Röhrchen auskleidet, durch die in den Nieren das Blut gefiltert wird. Außerdem können sog. Lymphome oder Sarkome vorkommen. Lymphome gehen vom Lymphgewebe und Sarkome vom Stützgewebe der Niere aus. Beide Formen des Nierenkrebses sind im Vergleich zum Nierenzellkarzinom eher selten.
Der sog. Wilms-Tumor oder auch Nephroblastom genannt, ist bei Erwachsenen selten, bei Kindern allerdings die häufigste Form von Nierenkrebs. Viele der Kinder, die an dem nach dem Chirurgen Max Wilms benannten Tumor erkranken, sind unter fünf Jahre alt. Ein Unterschied zwischen den Geschlechtern ist hier nicht zu beobachten, Jungen erkranken ebenso häufig wie Mädchen.
sz